Entwicklung neuer Produkte zahlt sich aus

Die Rezession in Schlüsselindustrien und Handelskonflikte führten zu einer rückläufigen Nachfrage – und damit zu einem Umsatzrückgang in der Plansee Group von zehn Prozent im Geschäftsjahr 2019/2020. Das Investitionsvolumen lag bei 206 Millionen Euro. Für Forschung und Entwicklung wurden 68 Millionen Euro aufgewendet. Für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise sieht sich die Plansee Group gut gerüstet.


Die Vorstände der Plansee Group: Dr. Wolfgang Köck (links) und Mag. Karlheinz Wex

„Neben dem Handelskonflikt zwischen den USA und China haben vor allem rückläufige Bestellungen aus der europäischen Automobilindustrie und dem Maschinenbau zum Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2019/2020 geführt“, so Karlheinz Wex, Sprecher des Vorstands der Plansee Group bei der Jahrespressekonferenz in Reutte. Eine steigende Nachfrage verzeichnete Plansee aus der Medizintechnik und der Halbleiterindustrie.

Insgesamt ging der Umsatz um zehn Prozent zurück – von 1,52 Milliarden Euro auf 1,38 Milliarden Euro. Trotz dieser Entwicklung hat die Plansee Group weiter kräftig investiert: 206 Millionen Euro für Anlagen und Infrastruktur sowie 68 Millionen für Forschung und Entwicklung. Das zahlte sich aus: Der Anteil neuer Produkte am Umsatz stieg im vergangenen Geschäftsjahr von 29 auf 31 Prozent. Die Eigenkapitalquote stieg von 58 auf 61 Prozent und erreichte damit einen Höchstwert.

Verlässlichkeit auch während der Corona-Krise
Die Corona-Krise stellt auch die Plansee Group vor besondere Herausforderungen. Ziel aller Maßnahmen sei es von Anfang an gewesen, Mitarbeiter bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen und die Produktion an allen Standorten weltweit aufrecht zu erhalten, so Karlheinz Wex. Trotz zeitweiser Schließungen einzelner Werke konnte die Plansee Group in den Monaten März bis Mai ihre internationalen Kunden fast zur Gänze wie vereinbart beliefern.

„Unsere Kunden verlassen sich darauf, dass wir liefern können. Bauteile und Werkzeuge von Plansee stellen sicher, dass der Strom fließt, dass Röntgengeräte funktionieren oder dass Lebensmittel und Medizinprodukte hygienisch einwandfrei in Glas verpackt werden können“, betonte Wex.

Wettbewerbsfähig und krisenfest
Für die Bewältigung der Corona-Folgen sieht Karlheinz Wex die Plansee Group gut gerüstet. „Wir müssen damit rechnen, dass die Geschäftssituation in diesem Jahr schwierig bleibt. Aber wir sind überzeugt: Die Plansee Group ist wettbewerbsfähig aufgestellt und vor allem krisenerprobt“. Das Unternehmen sei es in seiner 99-jährigen Geschichte gewohnt, mit dem Auf und Ab auf den Märkten erfolgreich umzugehen. Jetzt gelte es mehr denn je, Kunden von den Stärken von Plansee zu überzeugen und jede sich bietende Geschäftschance zu nutzen. Mit einer breiten und innovativen Produktpalette schaffe man Mehrwert für den Kunden – etwa in der Halbleiterindustrie. Mit dem weltumspannenden Produktions- und Logistikverbund könne man jeden Kunden dort versorgen, wo er die Produkte und Werkzeuge von Plansee tatsächlich benötigt. Und mit einem hoch engagierten und motivierten Team sieht Wex die Plansee Group für Krisenzeiten gewappnet.

Das Industrie-Portfolio
Zum Industrie-Portfolio zählt die Plansee Group alle Beteiligungen mit mehr als 20 Prozent. Das Portfolio hat sich im vergangenen Jahr insgesamt robust gezeigt. Die Unternehmensbeteiligungen erzielten im Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro. Der Produktionsumsatz in Breitenwang/Reutte betrug 635 Millionen Euro.

Weltweit beschäftigt die Plansee Group 13.796 Mitarbeiter zum Stichtag 29.2.2020. In Österreich waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.368 Mitarbeiter beschäftigt.

 Die Kennzahlen auf einen Blick (*konsolidiert)

 

 

2019/20

 

2018/19

Umsatz*

1,38 Mrd. Euro

1,52 Mrd. Euro

Umsatz Portfolio

2,9 Mrd. Euro

 3,0 Mrd. Euro
Produktionsumsatz Breitenwang/Reutte

635 Mio. Euro

678 Mio. Euro

Mitarbeiter*

7.606

7.979

Mitarbeiter in Österreich

2.368

2.483

Mitarbeiter Portfolio

13.796 

14.451

Investitionen*

206 Mio. Euro

210 Mio. Euro

Aufwendungen für Forschung & Entwicklung*

68 Mio. Euro

67 Mio. Euro

Neuproduktanteil

31 Prozent

29 Prozent

Eigenkapitalquote

61 Prozent

58 Prozent

Recyclingquote Wolfram

74 Prozent

60 Prozent