Glasschmelzelektrode mit neuem Kühlsystem.

Im Rahmen der Glasstec-Messe in Düsseldorf stellte Plansee ein neues Kühlsystem für Molybdän-Elektroden vor. Es soll vor frühzeitiger Siedewasser-Korrosion schützen.

Bei Glasherstellern stehen wir seit Jahrzehnten für starke Metalle in der Glasschmelzwanne. Immer wieder hat Plansee neue Produkte wie Wannenverkleidungen oder neue Werkstoffe wie MoZrO2 erfolgreich in den Markt eingeführt. Bei der Glasstec 2014 präsentierte Plansee kürzlich sein neues Kühlsystem für Top-Elektroden in der Glasschmelzwanne.

Der Aufbau herkömmlicher Kühlbohrungen hat den Nachteil, dass an der Spitze der Bohrung die Fließgeschwindigkeit des Kühlwassers sehr stark reduziert ist. Es entstehen Staupunkte, an denen die Temperatur steigt und das Kühlwasser stark erhitzt. Die Folge: Siedewasserkorrosion in der Kühlbohrung und Oxidation an der Außenfläche der Elektrode. Im schlimmsten Fall kann im Bereich des Staupunktes schon nach wenigen Einsatztagen ein Leck auftreten.

„Inakzeptabel“, sagen Glashersteller und Plansee gleichermaßen.

Um Siedewasserkorrosion in der Glasschmelzelektrode zu vermeiden, haben die Produktentwickler bei Plansee ein Kühlsystem entwickelt, das Staupunkte verhindert und gleichzeitig dafür sorgt, dass das Kühlrohr exakt positioniert und zentriert wird.

„Unsere Lösung besteht im Wesentlichen aus einer rund zulaufenden Bohrung und aus einem neuartigen Kühleinsatz, der direkt in diese Bohrung eingesetzt wird. Das neue Design ermöglicht den ungehinderten Wasserabtransport, verhindert lokale Überhitzung und schützt die Elektrode“, erklärt Rudolf Holzknecht, Anwendungsgruppenleiter bei Plansee. Die Elektroden mit neuem Kühlsystem sind bereits zum Patent angemeldet und ab sofort erhältlich.