Lückenlos verbunden? Hintergossene versus gelötete Elektroden.

Elektroden aus Wolfram-Lanthan oder TZM mit einem Schaft aus Kupfer eignen sich für die hohen Belastungen beim Widerstands-Punktschweißen. Doch Lunker im Lot zwischen Elektrode und Schaft beeinflussen das Schweißergebnis.

Wolfram-Lanthan und die Molybdänlegierung TZM haben einen hohen Schmelzpunkt und sind hochtemperaturfest. Elektrodenhalter aus Kupfer führen Wärme schnell ab. Aber neben dem Material kommt es beim Widerstandsschweißen auch auf die Verarbeitung der Elektrode an:

Viele Hersteller verbinden Wolfram-Lanthan bzw. TZM und Kupfer durch Löten. Das Lot verteilt sich an den Verbindungsstellen zwischen dem Elektrodenmaterial und dem Elektrodenhalter nicht gleichmäßig. Es entstehen Lunker, die beim Schweißen den elektrischen Widerstand und die thermische Leitfähigkeit beeinflussen. Das Problem: Nach einem Elektrodenwechsel können die Schweißergebnisse variieren.

Plansee verzichtet bei der Herstellung seiner Widerstandsschweißelektroden auf jeglichen Lötprozess und hintergießt seine Wolfram-Lanthan- und TZM-Elektroden im Vakuum mit Kupfer. Geschmolzenes Kupfer umschließt die Elektrode vollständig und schafft eine lückenlose Verbindung der beiden Materialien. Die Schweißparameter bleiben nach jedem Elektrodenwechsel konstant. Auch die Standzeit der Elektroden ist länger.

Die Bilder zeigen Querschnitt-Schliffbilder eines gelöteten Elektrodeneinsatzes (links) und einen Querschnitt einer hintergossenen WL20-Elektrode von Plansee (rechts).

Im Bild links sind deutlich die Lunker an der Verbindung zwischen Elektrodenboden aus WL20 und dem Kupferschaft zu erkennen.

Treffen Sie uns bei der "Schweißen und Schneiden".

Über die Materialeigenschaften seiner hintergossenen Schweißelektroden für das Widerstands-Punktschweißen informiert das Plansee-Team vom 16.-21. September bei der "Schweißen und Schneiden 2013" in Essen.

Mehr über unsere Elektroden für das Widerstandsschweißen.