Mehr als 1,5 Milliarden Umsatz.

Trotz der weltweiten Verunsicherung durch Staatsverschuldung, Euro- und Bankenkrise konnten wir unseren weltweiten Expansionskurs auch 2011 erfolgreich fortsetzen“, sagte Dr. Michael Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Plansee-Gruppe.

Der konsolidierte Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr (Stichtag 29. Februar 2012) um 22 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro. „Die Geschäftsentwicklung war in allen Unternehmensbereichen und in allen wichtigen Regionen sehr zufriedenstellend“, so Schwarzkopf. „Dabei haben gestiegene Absatzmengen und Rohstoffpreise, Unternehmensübernahmen und Änderungen im Gruppenportfolio das Umsatzwachstum maßgeblich beeinflusst.“

Regional hat die Plansee-Gruppe von der robusten US-Konjunktur und der Exportstärke Deutschlands profitiert. Starkes Wachstum wurde auch in China und Indien erzielt. Der außereuropäische Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 52 Prozent gestiegen (Amerika 32 Prozent, Asien 20 Prozent, Europa 48 Prozent). Mehr als die Hälfte des Gruppenumsatzes entfiel auf die Absatzbranchen Maschinenbau, Automobil und Unterhaltungselektronik.

Fokus auf Hochtechnologie-Werkstoffe Molybdän und Wolfram

Mit einer 10-Prozent-Beteiligung an der chilenischen Molibdenos y Metales (Molymet) im März letzten Jahres und dem Verkauf des Sinterteileherstellers PMG mit Ende 2011 hat sich die Plansee-Gruppe weiter als vertikal integrierter Anbieter auf Basis der Werkstoffe Molybdän und Wolfram fokussiert – von der Erzverarbeitung bis zur kundenspezifischen Komponente. „Hier wollen wir unsere Marktposition weltweit weiter ausbauen“, so Schwarzkopf.

Die Zahl der Mitarbeiter sank in Folge des Verkaufs von PMG mit weltweit 1.150 Mitarbeitern zum Geschäftsjahresende von 6.730 auf 6.120 Beschäftigte.

Gesamtinvestitionen in Höhe von über 300 Millionen Euro

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Plansee-Gruppe deutlich mehr als 300 Millionen Euro investiert. Dazu gehörten Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten (95 Millionen Euro) sowie die Verbesserung der weltweiten Marktposition durch gezielte Akquisitionen: die Beteiligung an Molymet (rund 200 Millionen Euro), der Abschluss des Joint-Ventures mit CB Carbide in Taiwan/China und die Übernahme des koreanischen Unternehmens TCB. 31 Millionen Euro wurden für Produkt- und Prozessinnovationen aufgewendet.

„Im laufenden Geschäftsjahr 2012/13 setzen wir unsere Expansion gezielt fort. An mehreren Standorten, unter anderem in Österreich, Luxemburg, China und Indien planen wir signifikante Produktionserweiterungen“, erläuterte Schwarzkopf. Die Inbetriebnahme eines neuen Werks des Unternehmensbereichs Plansee Hochleistungswerkstoffe im Großraum Shanghai ist für Ende 2012 geplant.

Ausblick

Schon in den letzten Quartalen des abgelaufenen Geschäftsjahres hat sich die Geschäftslage auf einem niedrigeren, aber noch zufriedenstellendem Niveau eingependelt. Laut Schwarzkopf sei die Verunsicherung auf den Märkten groß und das Bestellverhalten der Kunden deutlich vorsichtiger geworden. Eine Prognose für die kommenden Monate sei schwierig. „Es ist nicht absehbar, in welchem Ausmaß die aktuellen Probleme der Staatshaushalte und Finanzmärkte die Realwirtschaft erfassen werden.“

Insgesamt erwartet die Plansee-Gruppe für das laufende Geschäftsjahr ein schwächeres Wachstum als im Vorjahr. „Wir verfolgen die weitere Konjunkturentwicklung sehr genau. Die hohe Volatilität der Märkte erfordert von Unternehmen eine enorme Kostenflexibilität“, so Schwarzkopf. Als Gruppe sieht sich Plansee besser denn je auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet. Schwarzkopf: „Mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 55 Prozent und einer starken Cashposition (negatives Gearing) sind wir für potenzielle Rückschläge gut gerüstet und verfolgen weiterhin unseren weltweiten Expansionskurs.“

Mit den Unternehmensbereichen Plansee Hochleistungswerkstoffe, GTP und CERATIZIT sowie der Beteiligung an Molymet ist die Plansee-Gruppe eines der weltweit führenden pulvermetallurgischen Industrieunternehmen, das die gesamte Wertschöpfungskette der Werkstoffe Molybdän und Wolfram abdeckt – vom Erz bis zur kundenspezifischen Komponente.

Die Plansee-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2011/12 mit 6.120 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 1,52 Milliarden Euro. Das Geschäftsjahr endet mit dem letzten Februartag.