Molybdän und Wolfram: Unsere Metalle zeigen ihre neuen Seiten.

Der industrielle Einsatz unserer Metalle begann heiß: Anfang des 20. Jahrhunderts als Glühwendel in Lampen. Das Produktspektrum von Plansee ist seit damals enorm gewachsen. Molybdän und Wolfram sind wegen ihres hohen Schmelzpunkts heute in beinahe allen Hochtemperaturanwendungen zu finden. Doch für viele Industrien werden zunehmend andere Materialeigenschaften der beiden Metalle interessant.

Als Drehanode, Glasschmelzelektrode oder als Heizelement haben sich Produkte von Plansee über Jahrzehnte bei höchsten Temperaturen bewährt. Das tun sie immer noch, doch viele Kunden lieben unsere Werkstoffe heute für ihr Eigenschaftsprofil abseits des hohen Schmelzpunkts:

Da wäre einmal die exzellente Abschirmwirkung von Wolfram. Das Metall kommt in der Röntgentechnik und der Strahlentherapie zum Einsatz und schirmt Röntgenstrahlung und Gammastrahlung zuverlässig ab. Der Werkstoff ist dabei sogar effizienter ab als Blei und dient zunehmend als Ersatz für das giftige Schwermetall.

Die hohe Dichte macht Wolfram auch zum idealen Werkstoff, wann immer hohes Gewicht auf kleinem Raum gefragt ist. Wolfram kommt in dieser Funktion etwa als Schwungmasse in Uhren oder als Ausgleichsgewicht in Kurbelwellen zum Einsatz.

Kunden in der Halbleiter­industrie interessieren sich besonders für den geringen Wärme­ausdehnungs­koeffizienten von Molybdän, der jenem von Halbleitermaterialien sehr ähnlich ist. So bilden Molybdän und Molybdän-Kupfer-Verbundwerkstoffe eine perfekte Auflage für Halbleiterschichten. Wärmespreizer und Basisplatten aus unseren Werkstoffen findet man heute etwa in Hochleistungs-LEDs oder in der Leistungselektronik, wo sie zuverlässig Wärme abführen.

Eine weitere Anwendung abseits hoher Temperaturen ist die Beschichtungstechnik. Molybdän, Wolfram und viele ihrer Legierungen werden als dünne Schichten in TFT-LCD-Bildschirmen oder Solarzellen eingesetzt. Hier zählen vor allem ihre gute Haftung auf Glas, ihre Diffusionsbeständigkeit und ihre gute elektrische Leitfähigkeit.

Auch die gute Korrosions- und Verschleißbeständigkeit sowie die geringen Reibwerte unserer Werkstoffe sind wichtige Eigenschaften für viele Anwendungen. Aus Molybdän entstehen etwa Schutzschichten auf Synchronringen und Kolbenringen, korrosionsbeständige Wanneneinbauten in Glasschmelzwannen oder Heißkanaldüsen für die Kunststoffherstellung.

Diese unterschiedlichen Beispiele machen eines ganz deutlich: Auch in coolen Zeiten können wir unsere Werkstoffe wärmstens empfehlen.

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