Wenn selbsterzeugter Wasserstoff explodiert

450 Schüler und Lehrer erhielten auf einer Werkstour spannende Einblicke in die Ausbildungsberufe von Plansee und Ceratizit beim Tag der offenen Tür am 15. November 2019.

 

Die Lehrlinge von Plansee und Ceratizit zeigten, was in ihnen steckt. Wochenlang hatten sie den Tag der offenen Tür vorbereitet. Dann trafen am 15. November die Busse aus der gesamten Region Außerfern-Allgäu vor den Werkstoren ein. Dort begrüßte ein Lehrlings-Guide die Schülergruppe und ihre Lehrer und nahm sie mit auf die zweieinhalbstündige Tour: Eine Einführung zur fast 100-jährigen Geschichte des Standorts gehörte ebenso dazu wie Infos zu den Werkstoffen Molybdän und Wolfram, die bei Plansee und Ceratizit verarbeitet werden.

Dann stellte sich jeder Ausbildungsberuf vor: Kleine Explosionen aus selbsterzeugtem Wasserstoff bei den Labortechnikern mit Schwerpunkt Chemie. Elektropneumatische und elektrotechnische Versuche bei den Elektrotechnikern, Ultraschallprüfung und Zugversuche bei den Werkstofftechnikern. In der Lehrwerkstatt gaben Lehrlinge aus allen Lehrjahren sowie Ausbildungsleiter Christoph Willmann einen Überblick zu den Lehrberufen und der praktischen Berufsausbildung.

In der werkseigenen Berufsschule präsentierten Lehrlinge ihre Abschlussarbeiten, die allesamt dazu beitragen, Anlagen, Maschinen oder Prozesse im Unternehmen zu verbessern. Zum Beispiel selbst konstruierte „Rohrausklinker“ oder „Blechrollmaschinen“. usw. Neu ist auch, dass ab sofort die Lehrlinge im dritten Lehrjahr wesentlich mehr Abteilungen im Unternehmen kennenlernen, um als Jungfacharbeiter im für sie optimalen Produktionsbereich durchstarten zu können.

Schulleiter Bruno Dengg informiert über die bei Plansee angebotenen Modullehrberufe Metalltechnik, Prozesstechnik, Elektrotechnik, Werkstofftechnik, Labortechnik und Informationstechnologie und stellte die in der Fachberufsschule beschulten Unterrichtsgegenstände vor, für die auch externe Lehrlinge zu Plansee kommen. Und zuletzt noch ein Blick hinter die Kulissen: Dort wurden die Baupläne für die neue Lehrwerkstatt gezeigt. Der Rohbau soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein und die ersten Lehrlinge werden dort im kommenden Lehrjahr Einzug halten. „Unser Ziel ist es, künftig wesentlich mehr Lehrlinge als bisher für den eigenen Bedarf auszubilden“, bekräftigte Personalleiter Stefan Fesl.