Einsätze aus MHC für Strangpressmatrizen.

Beim Strangpressen werden Buntmetalle wie Messing, Kupfer-Nickel und Aluminium-Bronze aber auch Edelstahl zu Stäben, Drähten oder Rohren geformt. Der auf Umformtemperatur angewärmte Metall-Pressling wir dabei mit einem Stempel durch die Matrize gedrückt. Sie verleiht dem Metall die äußere Form.

Strangpressmatrizen sind einem hohen mechanischen Druck ausgesetzt. Es entsteht zudem eine sehr hohe Reibungswärme zwischen Matrize und dem Werkstück. Eindeutig ein Fall für uns. Mit geringen Anteilen an Hafniumkarbid machen wir unser Molybdän bereit für einen langen Einsatz in Ihrer Strangpresse.

Einsätze aus MHC für Strangpressmatrizen

Molybdän-Hafniumkarbid (MHC) ist besonders temperaturbeständig, hat eine hohe Wärmeleitfähigkeit, einen geringen Ausdehnungskoeffizienten und eine hohe Rekristallisationstemperatur. MHC behält selbst bei Einsatztemperaturen bis 1 550 °C seine Form. Für Temperaturen bis 800 °C eignet sich MHC als Matrizeneinsatz. Bei höheren Temperaturen empfehlen wir MHC als Vollmatrize einzusetzen. Ihre Vorteile für hohe Standzeiten:

  • beste Form- und Maßstabilität
  • geringe Neigung zu Rissbildung bei eckigen Pressprofilen
  • hohe Warmfestigkeit
  • hohe thermische Leitfähigkeit
  • niedrige thermische Ausdehnung
  • gute Warmzähigkeit
  • sehr hohe Rekristallisationstemperatur

Unsere MHC-Komponenten liefern wir als Scheiben mit oder ohne Startlochbohrung.

So bearbeiten Sie MHC am besten.

Was immer Sie mit unserem Material vorhaben - fragen Sie uns!

Bohren.

  • Hartmetall ISO HW-K15
  • Spitzenwinkel: 120 Grad
  • Freiwinkel: 10 Grad
  • Schnittgeschwindigkeit: 80 m/min (mit Schneidemulsion)
  • Vorschub: 0,01 - 0,05 mm

Drehen.

  • Hartmetall ISO HW-K15
  • Spanwinkel: 25 Grad
  • Freiwinkel: 7 Grad
  • Schnittgeschwindigkeit: 100 - 150 m/min (mit Schneidemulsion)
  • Vorschub: 0,05 - 0,20 mm
  • Schnitttiefe: bis zu 3 mm

Schleifen.

  • Schleifrad aus Siliziumkarbid
  • Geschwindigkeit: 28 m/s

Funkenerosion

  • WCu-Elektroden
  • Drahterodieren möglich

Tipps zum Einsatz Ihrer neuen Matrize.

Temperatur: Erhitzen Sie die Matrize vor dem ersten Extrudiervorgang auf mindestens 350 °C. Die Temperatur der Matrize sollte während der Presspausen nicht unter 250 °C fallen. Kühlen Sie die Matrize nach dem Einsatz bei Umgebungstemperatur ab und beachten Sie bitte, dass MHC-Matrizen nicht mit Wasser gekühlt werden dürfen.

Schrumpfen von Matrizeneinsätzen: Das Einschrumpfen von MHC-Einsätzen ist trotz des geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten von 5,6 · 10-6 m/m · K gut beherrschbar. Ein punktweises Verstemmen verhindert, dass der Einsatz aus der Fassung gezogen werden kann. Die Matrize kann sich beim ersten Extrudiervorgang im formgebenden Gleitflächenbereich 0,1 bis 0,15 mm zusammenziehen. Aber keine Sorge: Dieser Effekt wird nach einer entsprechenden Korrektur bei den folgenden Pressvorgängen verschwinden. Die Matrize bleibt nach einer entsprechenden Korrektur form- und maßstabil.

Haarrisse: Manchmal entstehen auf den Einlassradien kleine Haarrisse. Sie beinträchtigen die Funktion nicht. Erst wenn das Pressgut an diesen Haarrissen kleben bleibt, muss die Matrize nachgearbeitet werden. Wir empfehlen händisches Polieren mit feiner Leinwand und Diamantpaste.

Ihr persönlicher Kontakt
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