Die österreichische Bi-Metall-Münze zum Thema „Mobilität der Zukunft“ (2021) wurde mit dem „Coin of the Year Award“ in der Kategorie „Beste Bi-Metall-Münze 2023“ ausgezeichnet. Der internationale Wettbewerb würdigt herausragendes Münzdesign und Innovationsgeist. Damit wurden die österreichischen Silber-Niob-Münzen bereits zum neunten Mal mit dem Award prämiert.
Plansee ist bei der Herstellung der 25-Euro-Bi-Metall-Münzen mit einer innovativen Technologie beteiligt. Durch ein speziell entwickeltes Oxidationsverfahren wird die Oberfläche der Niob-Münzen oxidiert und so ein reizvoller Farbkontrast erzeugt – ganz ohne Farbauftrag. Das Ergebnis der sogenannten ‚Anodischen Oxidation‘ ist eine Münze, die nicht nur einzigartig ist, sondern auch einen hohen Sammlerwert hat.
Was passiert bei der anodischen Oxidation?
Beim anodischen Oxidationsverfahren wird die Münze in eine Elektrolytlösung getaucht und an elektrische Spannung angeschlossen. Durch diese Spannung bildet sich durch Umwandlung der obersten Metallschicht eine Oxidschicht, die nur wenige Nanometer dick ist. Von der Dicke der Oxidschicht hängt der jeweilige Farbeffekt ab. Das Oxidationsverfahren ist sehr präzise, sodass auf allen Münzen dieselbe Farbe erzielt wird.
So entstand auch die neue 25-Euro-Münze mit dem Thema „Erderwärmung“. Auf der Wertseite der Münze ist ein Thermometer dargestellt, das gleichzeitig ein Teil einer Uhr ist, die zwei Minuten vor zwölf anzeigt. Links davon ist eine Weltkugel mit der Aufschrift +1,5°C zu sehen. Das Thema Nachhaltigkeit in Ökonomie, Ökologie und Sozialem wird auf der anderen Münzseite behandelt. In der Mitte der Münze ist eine Weltkugel zu sehen, rechts sind die Silhouetten zweier Gesichter angedeutet. Zudem schwimmt eine Meeresschildkröte durch das Bild, die durch Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung vom Aussterben bedroht ist.